Profit auf Kosten der Mieter*innen


Zwei Monate zurück im Job und hier ist direkt das Ergebnis dieser Zeit: Für MDR exactly habe ich die Recherche meiner Kolleginnen Alisa Sonntag und Chiara Swenson zu einem Film gemacht. Zu dritt haben wir ihre Recherche der letzten zwei Jahre nochmal vertieft und zum ersten Mal in eine 30-minütigen Reportage gepackt. Unter dem Titel „Zwischen Schimmel und Sperrmüll – Profit auf Kosten der Mieter“ blicken wir auf das Wohngebiet „Südpark“ in Halle-Neustadt. Hunderte Mieter*innen leben hier mit Sperrmüll vor der Tür oder Schimmel in der Wohnung. Der nächste Wasserrohrbruch im Keller ist nie weit entfernt. Und trotzdem ist das hier für viele immer noch „Zuhause“. Die zwei Firmen, denen 1.238 Wohnungen hier gehören sind zahlungsunfähig. Für exactly tauchen wir ein in die Historie der Häuser, ein Geschäftsmodell, das auf dem Rücken von Mieter*innen funktioniert, und ein undurchsichtiges Unternehmenskonstrukt.

01.07.2026, 20.45 Uhr im MDR und in der ARD-Mediathek

Katharina Vorndran, Halle-Neustadt, DEGAG, Bevo DE Alpha 2a GmbH, MDR exactly, Bevo DE Alpha 2b GmbH, leben im Verfall, Sperrmüll

Zwei Jahre Bürgergeld – wie geht es weiter?

Mein letzter langer Film bevor ich in den Mutterschutz abzische ist diese Woche online gegangen:
Für MDR exactly hab ich nach zwei Jahren Bürgergeld Bilanz gezogen. Der Film „Zwei Jahre Bürgergeld – wie geht’s weiter für Menschen ohne Job?“ ist seit Montag auf YouTube und in der ARD-Mediathek zu sehen.
Es geht darum, was von der groß versprochenen Sozialreform übrig ist, wie Leistungsbeziehende mit dem Bürgergeld klar kommen, was sich für sie geändert hat und wie sie in die Zukunft blicken. Außerdem hatte ich die Chance mit einem Jobcenter Mitarbeiter vor der Kamera über seine realistische Einschätzung der Lage zu sprechen.
Sehr dankbar bin ich meinen Kolleginnen Friederike Rohmann und Rebecca Kupfner – ohne die ich den Film nicht fertig bekommen hätte.

„Deutsch genug?“ – Migrantisches Leben in Thüringen und Sachsen

Dieser Film war der Abschluss meines Jahres 2024. Ein langer Weg mit vielen Hürden bis ich diese Reportage beenden konnte – aber die Mühe vollkommen wert.

Für MDR „Nah dran“ habe ich mich dem Thema Migration im aktuellen politischen Spannungsfeld in Thüringen und Sachsen gewidmet. Ich habe eine Familie getroffen, die von Syrien nach Erfurt geflüchtete ist, hier ihr zweites Zuhause gefunden hat und jetzt ein eigenes Geschäft aufbaut: Ein arabischer Buchladen in Erfurt. Gleichzeitig warten Nader Raslan und Siba Biri bis heute auf ihre deutschen Pässe und konnte bei der Landtagswahl in Thüringen – bei der Migration und Migrant*innen so oft Thema waren – nicht selbst mitwählen und über die Zukunft ihres Bundeslandes mitbestimmen.

Außerdem habe ich Minh Duc Pham bei einer Reise in seine Vergangenheit begleitet. Der geborene Sachse ist Sohn vietnamesischer Eltern, die zu DDR-Zeiten als Vertragsarbeitende nach Deutschland kamen. Seine Geschichte beeinflusst bis heute seine Kunst. Für „Nah dran“ ist er mit uns zurück nach Zwickau gereist, wo er aufgewachsen ist.

Der Film spielt im Spannungsfeld zwischen Zugehörigkeit, Ausgrenzung und sich zuhause fühlen.

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MDR, Katharina Vorndran , deutsch genug, Migration, Minh Duc Pham, Kunst, Künstler, Sachsen
MDR, Katharina Vorndran , deutsch genug, Migration, mein Roman, Erfurt, arabischer Buchladen, Nader Raslan, MigraSaal e.V.

Zum zweiten Mal ausgezeichnet

Was soll ich dazu noch sagen außer… Danke!… Ich bin letzte Woche zum zweiten Mal in Folge mit dem Willi-Bleicher-Preis ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Nachwuchs“. Bin irgendwie immer noch ein Stück weit sprachlos, weil das hier schon wieder passiert…
Ich bin mega happy und proud, dass mein Film zum Arbeiten im Niedriglohnsektor durch diese Auszeichnung der IG Metall Baden-Württemberg so wertgeschätzt wird. 3 Monate lang hab ich mich in Grund und Boden telefoniert, Arbeitgebende und Innungschef*innen bequatscht und vor Ort Cafés, Restaurants und Bars abgeklappert, um am Ende die passenden Leute zu finden, die mir einen Einblick in ihr Leben und ihren Arbeitsalltag gewährt haben. Es freut mich einfach sehr zu sehen (und am Freitag in der Laudatio – zu hören), dass diese Mühe geschätzt wird.

Fotos: IG Metall/Julian Rettig

Willi-Bleicher-Preis 2024, Katharina Vorndran
Ludwigsburg, Baden-Wuerttemberg, 12.07.2024:
Willi-Bleicher-Preis 2024, Katharina Vorndran
Ludwigsburg, Baden-Wuerttemberg, 12.07.2024:

Für ARTE Re: nach Tschechien

Im Sommer konnte ich von meiner Bucket-List von Sendungen, für die ich gern arbeiten möchte, ein großes Traumziel abstreichen: Ich war für arte Re: unterwegs in Tschechien auf den Spuren der Cannabis-Branche 🥦 . Bei ganz legalen Produzenten von medizinischem Cannabis und im Gefängnis bei jemandem, der wegen illegalem Anbau von Cannabis verurteilt wurde.
Der Film „Cannabis-Boom in Tschechien“ dazu ist jetzt online und sammelt fleißig Klicks. Ich bin super happy und stolz das Projekt mit LOOKSfilm aus Magdeburg für arte Re: realisiert zu haben.

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Arte, Cannabis, arte Re, Tschechien, MDR, Katharina Vorndran

Leben mit Niedriglohn – eine Reportage für MDR exactly

Was ist meine Arbeit wert? Und welcher Lohn ist fair?
Seit 3 Monaten beschäftige ich mit mit diesen und anderen Fragen rund ums Thema Niedriglohn. Für MDR exactly habe ich Personen getroffen, die zum Niedriglohn arbeiten und sie in ihrem Alltag begleitet. Ich hab mit ihnen über Geld gesprochen, über ihre Arbeit und über ihre Zukunftswünsche. Außerdem hab ich mit Arbeitgebenden darüber gesprochen, ob etwas mehr Lohn noch bezahlbar wäre.


Herausgekommen ist eine 30-minütige Reportage, die ihr euch hier anschauen könnt:

Nachwuchspreis / Willi-Bleicher-Preis 2023

Wahnsinnig stolz und unglaublich dankbar!

Ich wurde letzte Woche mit dem Willi-Bleicher-Preis in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet. Ein Journalismuspreis der IG Metall Baden-Württemberg. Beworben hatte ich mich mit meinem aller ersten Stück als freie Journalistin, dem Exactly „Zwischen Inflation, Mindestlohn und Bürgergeld – lohnt sich Arbeit noch?“, das ich mit Mia Media Leipzig GmbH produziert habe.
Nicht nur weil es mein erster langer Film als freie Journalistin war, sondern auch weil das Thema wahnsinnig kontrovers ist und Protagonist*innen zu finden mehr als schwierig war, bin ich unglaublich stolz und glücklich, dass meine Arbeit, der Film und die Leute, die ich darin treffen durfte und die mit mir ganz offen über ihre finanzielle Situation geredet haben, ausgezeichnet wurden.

Willi-Bleicher-Preis, 2023, Katharina Vorndran

Der Film ist hier zu sehen:

Die Bewertung der Jury zu meinem Stück könnt ihr hier nachlesen.

Catcalling Reportage

Die einen nennen es ein Kompliment, die anderen eine sexuelle Belästigung. Die Rede ist von Catcalling. Für das Reportageformat exactly von MDR Investigativ habe ich mich damit beschäftigt, warum Catcalling nicht in Ordnung ist, wie man damit umgehen kann und wie die Lage rechtlich aussieht. Während meiner Recherche bin ich außerdem auf eine Stadt gestoßen, die sich schon jetzt aktiv dagegen einsetzt.

Den Film findet ihr hier:

Die erste Reportage vor der Kamera

Vor lauter Arbeit hab ich ganz vergessen mein Debüt als On-Screen-Reporterin zu feiern 🎉:
Ich hab Ende letzten Jahres für das MDR Onlineformat exactly mit meinem Kollegen Oliver Matthes die Bürgergespräche des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer unter die Lupe genommen. Wir haben uns gefragt, was diese Gespräche am Ende bringen und welche Veränderungen damit bewirkt werden.
Das Ergebnis unserer Recherche für MDR Investigativ gibt es auf YouTube und in der ARD-Mediathek zu sehen.

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